SCOTCH MAIER FEIERN  (1944-2021)

Und Nachdenken über die Wurzeln Freier Theaterarbeit in Deutschland 

Der Berliner Theatermacher Scotch Maier ist am 9. Februar 2021 gestorben.
Wir gedenken eines Weggefährten aus langen Jahren gemeinsamen Theatermachens.

Sa, 09.Oktober 2021, Beginn 11 Uhr bis ca.18 Uhr

Vor allem mit Willy Praml hat er seit den 1960er Jahren in vielen Projekten zusammengearbeitet und wichtige Impulse für die kulturelle Szene auch in Frankfurt und RheinMain gesetzt. Wer ihn nicht gekannt hat, sollte ihn jetzt unbedingt kennenlernen:
Wir feiern die unermüdliche Weltentdeckungs- und theatrale Impulsgebungskraft eines jüngst verstorbenen, besonders produktiven Zeitgenossen; mit ihm  behandeln wir  eine Epoche von Theaterarbeit als politisch-kultureller Bildung in einem Abschnitt des Nachkriegsdeutschlands und der alten Bundesrepublik. Eine große Rolle spielt dabei die in Jahrzehntelanger  Zusammenarbeit von Scotch Maier und Willy Praml entwickelte und geübte Praxis der Einbindung von gesellschaftlichen Gruppierungen in  aktive Theaterarbeit: Menschen `eine Sprache zu geben´, die sonst nicht gesprochen hätten, eine Bühne zu bieten, die sie nie betreten hätten („donner la parole“– wie dies in der französischen animation culturelle bezeichnet wurde und wird und – wie dies bei uns unter dem Label „Experten des Alltags“ – RIMINI PROTOKOLL – Eingang in den heutigen offiziellen Theaterkanon gefunden hat). Unser Rückblick will aufzeigen , dass solches  in bestimmten Theaterzusammenhängen schon ganz früh emanzipatorisches politisches Programm gewesen ist.  Darüber hinaus soll dieses Gedenken und Erinnern auch Anregungen liefern für neue Impulse und Aktivitäten gesamtgesellschaftlich sich verstehender emanzipatorischer Theater-und Kulturarbeit und den Blick schärfen über die Grenzen und Zäune unserer Welt und ihrer Milieus hinaus.

Aber vor allem wird Scotch an diesem Tag, ganz unsterblich anwesend sein durch Beiträge seiner Weggefährt*innen und Otmar Hitzelbergers und Scotchs gemeinsamem letzten Film „VOM LEBEN UND VOM  STERBEN“ – Scotch Maiers Testament, sozusagen!

Es laden ein:
Willy Praml, Regisseur und Theaterleiter, 
Silvia Hathazy, künstlerische Leiterin des Ausbildungsbausteins „AlnaturA Theatertage“
Andreina Conti, Schauspielerin, Initiatorin und Mitarbeiterin von und an diversen Theater- und Kulturprojekten in Italien und Frankreich,
Dr. Marie-Francoise Praml-Bode, Unternehmensberaterin, Beteiligte an und Beraterin in vielen Theaterprojekten,
Myrto Dimitriadou, Leiterin des Theater Toihaus, Salzburg
Jürgen Flügge, Regisseur und Theaterleiter an verschiedenen deutschen Theatern,
Otmar Hitzelberger, Filmemacher und Dokumentarist diverser, auch hier vorgestellter Theater-und Kulturprojekte,
Michael Kelbling, ehemaliger Mitarbeiter für politisch-kulturelle Bildung im Jugendhof Dörnberg, der Jugendbildungsstätte des Landes Hessen bei Kassel,
Didier Dormergue, Regisseur und Dozent für Theater am Institut Régional du Travail Social de Lorraine, Metz sowie Initiator von Kultur-und Theaterprojekten u.a. in Lothringen                                                    

Ort: THEATER WILLY PRAML, THEATER N A X O S, Frankfurt am Main, Waldschmidtstraße 19,
Tel: 069/43054733 theater.willypraml@t-online.de

Um Anmeldung wird gebeten!
Während der Tagung ist unsere Theaterbar für Getränke & Imbiss geöffnet.
Im Anschluss an die Tagung besteht die Möglichkeit, die Abendvorstellung unseres Theaters zum ermäßigten Preis zu besuchen; es gibt:
Edward Albee WER HAT ANGST VOR VIRGINIA WOOLF,  einen  Klassiker der Dramatik des 20. Jhs in der Regie von Michael Weber (Eintritt: 14€). 

2021-10-13T11:55:09+02:00

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