Annie Ernaux. DER JUNGE MANN / DAS EREIGNIS

Termine

22.03.2024 19:30 Uhr Premiere

Preise

20,-€ normal,
14,-€ ermäßigt,
9,-€ Schüler*innen und Studierende,
7,-€ Frankfurt-Pass

1.20h ohne Pause

Wir verzichten künftig auf Nachweise von Ermäßigungs-
berechtigungen. Bitte wählen Sie für sich persönlich die Preiskategorie aus, die zu Ihnen passt.

Theaternachlese im Haus am Dom: Mo, 29.04.2024 19:30 Uhr. Eintritt frei.

Ladies Night
Annie Ernaux. DER JUNGE MANN / DAS EREIGNIS
Freitag, 03. Mai 20 Uhr

Apéritif de bienvenue * französische Snacks * Verlosung * Tanz * Bar.

Pressereaktionen:

Es spielen Birgit Heuser als gealterte und Hannah Bröder als junge Annie: beide so berückend wie eindringlich.
Eine knackig, kurze Inszenierung in Michael Webers innovativer Regie mit leiser Trauer hinter soviel Lakonie.
Marcus Hladek in der FR, 25.03.2024

Michael Weber zieht die Fäden der beiden Geschichten enger und fest zusammen. Die Ich-Erzählerin, die wie von außen auf das Geschehen blickt und klare Worte findet. Die Beschreibungen lassen nicht kalt, sondern erschüttern. Eine eindringliche und aufwühlende Lebens(zeit)geschichte.
Katja Sturm in der FNP, 27.03.2024

Eine stilvolle und ruhige Inszenierung, wo es dann viel Raum zur Entfaltung gab. Durchblicke durch die Jahrzehnte. Die autobiografischen Erkundigungen von Annie Ernaux wurde konsequent umgesetzt. Die Frauen bekommen eine Stimme, es geht um weibliche Ermächtigung und Reflexion.
Mario Scalla in der hr2 Frühkritik, 05.04.2024

Michael Weber hat als Regisseur eine Textfassung geschaffen, die nicht nur beide Erzählungen aufeinander bezieht, sondern auch dem Skandal, den ungehörigen Blicken auf den Altersunterschied des Paars Raum gibt. Mit der Musik des „Rosenkavaliers“ addiert er weitere Zeitebenen.
Webers dichtes, 80 Minuten kurzes Stück gibt auch jenen viel mit, die mit Ernaux` Texten nicht viel anfangen können.
Eva-Maria Magel in der FAZ, 28.03.2024

Annie Ernaux. DER JUNGE MANN / DAS EREIGNIS

Pourquoi pas?
Ein junger Mann, eine viel ältere Frau. Der Spaß am Sex mit A., der ihr Sohn sein könnte. Der der abgetriebene Fötus hätte sein können, den sie 1963 in der Hand hält und sich fragt: Wohin jetzt damit?
IN DER LIEBE UND DER LUST HATTE ICH NICHT DAS GEFÜHL, MEIN KÖRPER UNTERSCHEIDE SICH GRUNDSÄTZLICH VON DEM EINES MANNES schreibt Annie Ernaux, geboren 1940.
Und doch verblutet sie fast, als sie die Nabelschnur durchtrennt, um die eingepflanzte Saat loszuwerden. Um ihre Autonomie zu behalten. Um nicht den Weg ihrer proletarischen Mutter zu gehen. Um die Straße weiter fortzuschreiten, irgendwann SCHAMLOS zu werden.
Die durchtrennten Nabelschnüre und die Gefahr des Verblutens sind der Boden für Ernaux’ Texte, die so ganz lakonisch klingen, als wäre sie so ganz nicht beteiligt am widerfahrenen Leben.
Wie eine über sich selbst kreisende Drohne beschreibt sie sich, fast mit Antipathie sich selbst gegenüber. Eine Auto-Batterie, die sich auflädt an ihrer Begierde, bis sie auch den jungen Geliebten abtreibt, um die erste Seite eines Buchs zu beginnen: Endlich schreiben. Und der frohe Blick auf stehengebliebene Uhren – als würde dadurch auch die Zeit stillstehen.
Aufhören zu Altern. Ein Traum.

based on Le jeune homme and L’événement by Annie Ernaux ©Gallimard

Übersetzung von Sonja Finck. Aufführungsrechte für die Übersetzung: Suhrkamp Verlag AG Berlin.

Regie, Textfassung, Bühne
Michael Weber

Kostüme
Paula Kern

Lichtdesign
Simon Möllendorf

Regieassistenz
Muawia Harb

Musikschnitte
Rebekka Waitz

Darstellerinnen
Birgit Heuser
Hannah Bröder

Tänzer

Andreas Bach

Fotos
Seweryn Zelazny

2024-05-13T11:49:56+02:00

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