IM ARABISCHEN RÖSSL ehemals IM WEISSEN RÖSSL

Termine

Fr 04.01.2019 19:30 Premiere
Sa 05.01.2019 19:30
So 06.01.2019 18:00
Sa 26.01.2019 19:30
So 27.01.2019 18:00

Fr 01.02.2019 19:30
Sa 02.02.2019 19:30
Sa 09.02.2019 19:30
So 10.02.2019 18:00
Fr 15.02.2019 19:30
Sa 16.02.2019 19:30
Sa 23.02.2019 19:30
So 24.02.2019 18:00

Fr 01.03.2019 19:30
Sa 02.03.2019 19:30
So 03.03.2019 18:00
Fr 08.03.2019 19:30
Sa 09.03.2019 19:30
So 10.03.2019 18:00

Preise

25,-€ normal
18,-€ ermäßigt
10,-€ Schüler und Studenten
08,-€ Frankfurt-Pass

3h mit Pause

IM ARABISCHEN RÖSSL ehemals IM WEISSEN RÖSSL

Singspiel in drei Akten frei nach dem Lustspiel von Blumenthal und Kadelburg von Hans Müller und Erik Charell, Gesangstexte von Robert Gilbert, Musik von Ralph Benatzky, sechs musikalische Einlagen von Robert Gilbert, Bruno Granichstaedten und Robert Stolz.

1998, als wir im beschaulichen Bad Vilbel das „Weiße Rössl“ inszenierten, schien die Welt noch in seinen Fugen. St. Wolfgang war noch des ewigen Kanzlers Sehnsuchtsort, Religionskriege gehörten ins Mittelalter, die Twin-Towers ragten in den New Yorker Himmel und die Deutschen waren allerhöchstens mit sich selbst beschäftigt.

20 Jahre später greifen wir nach dem Singspiel wie Schiffsbrüchige nach dem Strohhalm im Weltensturm. Was Komisches muss her, glühende Unterhaltung, ein toller Rhythmus, der einen weghebt, drüber hebt über die allgemeine Wetterlage. Fahren wir also doch mal wieder an den Wolfgangssee und schauen, wie herrlich hier noch einen Stein auf dem anderen steht. Naja?!

Zumindest die Steine stehen noch aufeinander. Aber das „Weiße Rössl“ ist fest in arabischer Hand. Es wird noch immer gejodelt und geschuhplattelt – aber welche Gäste stecken da in den Lederhosen? Leopold ist zwar noch immer der patente österreichische Oberkellner, aber die angebetete Wirtin stammt aus Dubai (oder tut wenigstens, ihren Gästen entgegenkommend, so). Die Speisekarte klingt zwar österreichisch, aber der Schweinebraten ist aus! Die Stammgäste sind auch keine Piefkes mehr, sondern lodenfanatische Orientalen und das süße Klärchen heißt jetzt Jamila und ist im Burkini aber ebenso süß wie ehemals im Bikini. Und statt des österreichischen Kaisers kündigt sich die deutsche Kanzlerin zum Schützenfest an und weissagt:

S’ ist einmal im Leben so
Allen geht es ebenso,
Was man möcht` so gern
Liegt so fern.

IM ARABISCHEN RÖSSL ehemals IM WEISSEN RÖSSL ist eine Fortsetzung unserer Arbeit mit Geflüchteten und Beheimateten, die 2016 mit Kleists Erdbeben in Chili begonnen hat, mit Lessings Nathan fortgesetzt wurde und nun in ein musikalisches Genre überführt werden soll.

Kritiken

Radiofeature HR2, Erstsendung 12.01.19 16h

HR2, Rosemarie Tuchelt, Das aktuelle Kulturgespräch 07.01.19 – Theatermacher Willy Praml über sein Projekt „Im Arabischen Rössl“ mit Geflüchteten

F.A.Z., Matthias Bischof, 07.01.19

HR2 Frühkritik, Natascha Pflaumbaum, 07.01.19

HR2 Kulturfrühstück, Yvonne Koch, 06.01.19

Deutschlandradio Kultur, Natascha Pflaumbaum 04.01.19

Frankfurter Rundschau, Max Söllner, 01.01.19

Frankfurter Rundschau, Judith von Sternburg, 07.11.19

Regie

Willy Praml

Bühne, Dramaturgie
Michael Weber
Kostüme

Paula Kern

Musikalische Leitung

Martin Lejeune

Gesangsleitung

Stephan Weiler

Toneinrichtung

Jakob Rullhusen

Übersetzerin Textfassung

Manel Bannouri

Darsteller

Fadi Alhamwi
Ramo Ali
Baha Al-Shaar
Kasem Alwadi
Fadi Bardaqji
Shawkat Dabyan
Jakob Gail
Muawia Harb
Birgit Heuser
Ibrahim Mahmoud
Güldeste Mamac
Eiad Muobarak
Judith Speckmaier
Michael Weber

Musiker

Güldeste Mamaç – Violine
Laila Lalosh – Kanun
Martin Lejeune – Bass, E-Gitarre, Euphonium
Amjad Sukar – Percussion
Stephan Weiler – Akkordeon

Fotos

Rebekka Waitz

2019-01-09T16:05:57+00:00