zurückGEHEN ODER hierBLEIBEN. HEIMAT?

Termine

22.09.2023 20:00 Uhr Premiere

Preise

20,-€ normal
14,-€ ermäßigt
9,-€ Schüler und Studenten
7,-€ Frankfurt-Pass

2:30h mit Pause

Wir verzichten künftig auf Nachweise von Ermäßigungsberechtigungen.
Bitte wählen Sie für sich persönlich die Preiskategorie aus, die zu Ihnen passt.

THEMENTAG: FLIEHEN UND ANKOMMEN
Film – Gespräch – Essen – Theater

03.10.2023 
naxos.Kino 15:30 Uhr Eintritt Film frei
REFUGEE 11 Ein Film von Jean Boué, D 2017, 90 Min
Abdul, Denad und Eyal sind Geflüchtete im Wartezustand. Bis ihr Aufenthaltsstatus geklärt ist, leben sie von der Hoffnung – auf Wohnung, Arbeit, ein neues Leben in Deutschland. Und vom Fußball. Sie trainieren hart und fiebern dem Sonntag entgegen, um wenigstens auf dem Platz Sieger zu bleiben.
Das Filmgespräch moderiert Ruth Fühner. Gäste: Willy Praml und Semire Zarei Anerkennungs- und Bildungsberaterin für Geflüchtete vom Verein beramí berufliche Integration e.V.

und Theater Willy Praml 19:00 Uhr
zurückGEHEN ODER hierBLEIBEN. HEIMAT?
In Zeiten von Krieg, Flucht und Vertreibung.
Uraufführung

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Schirmherrschaft: Frankfurts Bildungsdezernentin Sylvia Weber

zurückGEHEN oder hierBLEIBEN. HEIMAT?
In Zeiten von Krieg, Flucht und Vertreibung.
Uraufführung

Mit dieser ungewöhnlichen aber zeitaktuellen Fragestellung setzt unser Theater seine Theaterarbeit mit Geflüchteten fort, die wir 2016, dem großen Flüchtlingsjahr unserer Gegenwart, mit KLEISTs ERDBEBEN IN CHILI begonnen und in den Jahren danach mit weiteren spektakulären Theateraufführungen wie LESSINGs NATHAN und dem ARABISCHEN RÖSSL, einer arabisierten Fassung der vielleicht „deutschesten“ aller deutschen Operetten IM WEISSEN RÖSSL AM WOLFGANGSEE mit der gleichen Gruppe von hauptsächlich syrischen Geflüchteten fortgesetzt haben.
Nach fast schon einem Jahrzehnt in Deutschland, fern von der HEIMAT SYRIEN, stellt sich immer drängender die Frage, mit der wir das neue Projekt betitelt haben und lassen die Darsteller*innen sich zurückerinnern an ihr ursprüngliches Zuhause. An die Zeiten vor und nach dem Krieg, an den Moment, in dem die Entscheidung gefallen ist, die Heimat endgültig zu verlassen, an Erlebnisse, die sich in ihre Biographien eingegraben haben, und an das, was seither passiert ist: Ankunft, sich Zurechtfinden, einen Arbeitsplatz finden oder einen Praktikumsplatz, Studienplatz oder eine Lehrstelle usw., bis sich einem die Frage aufdrängt, bleibe ich hier – für immer!?
Ist Deutschland jetzt meine HEIMAT? – meine zweite –
Oder: Gibt es in unseren Zeiten überhaupt HEIMAT? In Syrien, wo wir bisher immer zuhause waren, hat sich doch politisch – was uns zur Flucht veranlasst hat – gar nichts Gravierendes verändert?

Wohin mit unserer ANGST, was ist mit unseren Angehörigen zuhause? Sehen wir sie wieder? Wie und wann? Kommen wir mit unseren Kindheits- und Jugend-Träumen, unseren Wünschen, mit unseren Traumata in dieser unseren neuen Welt, mit der für uns neuen Gesellschaft zurecht? Und diese mit uns?

Mit Biografieerforschungen und szenischen Animationen haben wir Bilder und Texte für die Bühne gesucht, um uns mit solcherart universaler Kulturarbeit verständlich zu machen und uns selber Orientierung zu geben und somit einen bewusst machenden, ja vielleicht sogar heilenden Prozess anzustoßen.

gefördert durch:

Regie, Dramaturgie, Stückfassung Willy Praml, Florian Schongar, Tobias Winter

Workshops Schauspieltechnik nach Jacques Lecoq, Leitung Didier Doumergue

Regieassistenz Muawia Harb

Musik Gregor Praml (musikalisches Arrangement auf Basis der Großen C-DUR Sinfonie von Franz Schubert)

Kostüme Paula Kern

Kostüm (für die Figur des Angelus Novus)
Merit Schongar

Lichtdesign
Simon Möllendorf

Sprech- & Gesangstraining
Brigitte Leistikow

Video Nikita Bazin

Graffiti Gündem Gözpinar

Regiehospitanz Tainah Jopp

Mit

Baha Basha,
Kasem Al Wadi,
Alaaeddin Altürk,
Antoine Deeb,
Hebaallah Kouli,
Fadl Martini,
Viviane Saleh,
Omar Yaghmour.

2023-10-25T15:35:33+02:00

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