ANTIGONE. Bocksgesang von Hölderlin nach Sophokles

Termine

28.08.2020 20 Uhr Premiere
29.08.2020 20 Uhr
30.08.2020 18 Uhr

04.09.2020 20 Uhr
05.09.2020 20 Uhr
06.09.2020 18 Uhr

11.09.2020 20 Uhr
12.09.2020 20 Uhr
13.09.2020 18 Uhr

18.09.2020 20 Uhr
19.09.2020 20 Uhr
20.09.2020 18 Uhr

02.10.2020 20 Uhr
03.10.2020 18 Uhr
04.10.2020 18 Uhr

Preise

22,-€ normal
18,-€ ermäßigt
9,-€ Schüler und Studenten
7,-€ Frankfurt-Pass

1.50h ohne Pause

ANTIGONE

von Sophokles, deutsch von Friedrich Hölderlin, bearbeitet von Martin Walser und Edgar Selge.

Im Rahmen von Hölderlin 2020 auf Initiative des Kulturfonds Frankfurt RheinMain und in Kooperation mit dem Deutschen Literaturarchiv in Marbach.

Was kann das Theater?                                                                             

In den letzten Wochen haben wir gesehen, was die Gesellschaft kann: was die Politik kann, die medizinischen Versorger, die Lebensmittelläden, die Verwaltungen in Bund, Land, in den Städten, was die Bürger können. Das Theater aber war in Ohnmacht gefallen, als es um das gesunde Leben ging. Der unhygienische Blick des Theaters, die dreckige Stimme des Dramas, die verschwitzten Abende in dunklen Räumen waren nicht gefragt, waren geradezu tabu. Die Aufgabe des Theaters war aufgegeben.

Was die Politik, die Medizin, die Lebensmittelläden, die Verwaltungen, die Staatsbürger, ja selbst die Kirchen nicht können, was aber das Theater kann? DIE TOTEN ERWECKEN.

Das Stück ANTIGONE beginnt mit einem Schlachtfeld. Viele, viele Tote, darunter auch die Söhne des Ödipus, die sich gegenseitig niedergemetzelt haben. Wir schicken einen Künstler auf das Schlachtfeld, einen Dichter, einen Sänger, einen Musiker, einen Hölderlin, kurz einen Narren. Einen, der nicht die Waffe erhebt, sondern den Violinbogen, auf dass er die Toten zum Leben erwecke. Sie dürfen noch einmal leben – für die Dauer eines Theaterabends. All die Toten dürfen noch einmal auferstehen, aber nicht für immer, nur für die Dauer der ANTIGONE. Statt an der Sonne zu verwesen und ein Fraß der Vögel und Hunde zu werden, dürfen sie noch einmal leben. Und ein Stück spielen, das von der Würde der Toten handelt, von der Präsenz des Totenreichs, von der kurzen Zeit des Lebens und der langen, langen Zeit des Nicht-Lebens.

Und wir dürfen Ihnen dabei zusehen, den Geistern der Bühne. Und am Ende wieder nach Hause gehen in unser kurzes Leben!   

Aufführungsrechte: Suhrkamp Verlag Berlin.

Regie/Dramaturgie

Willy Praml / Michael Weber

Bühne
Michael Weber
Kostüme

Paula Kern

Darsteller*innen

Reinhold Behling
Hannah Bröder
Jakob Gail
Muawia Harb
Birgit Heuser
Sam Michelson
Anna Staab

Assistenz

Florian Schongar

2020-06-24T12:53:03+02:00