Termine
17.04.2026 19:30 Uhr Premiere
18.04.2026 19:30 Uhr
20.04.2026 19:30 Uhr
24.04.2026 19:30 Uhr
25.04.2026 19:30 Uhr
02.05.2026 19:30 Uhr
03.05.2026 19:30 Uhr
09.05.2026 19:30 Uhr
10.05.2026 19:30 Uhr
13.05.2026 19:30 Uhr
15.05.2026 19:30 Uhr
16.05.2026 19:30 Uhr
17.05.2026 19:30 Uhr
28.05.2026 19:30 Uhr
29.05.2026 19:30 Uhr
Reservierungen demnächst über die Website des Produktionshauses NAXOS
Theaternachlese 01.06.2026 19:30 Uhr im Haus am Dom
Preise
20,-€ normal,
14,-€ ermäßigt,
9,-€ Schüler*innen und Studierende,
7,-€ Frankfurt-Pass
2,5h mit Pause
Wir verzichten auf Nachweise von Ermäßigungs-
berechtigungen. Bitte wählen Sie für sich persönlich die Preiskategorie aus, die zu Ihnen passt.
Oscar Wilde. BUNBURY
Eine triviale Tragödie für ernsthafte Leute
Viktorianisches Zeitalter: Alles an seinem rechten Platz. Ein anständiger Mann ist ein anständiger Mann, eine anständige Frau ist eine anständige Frau.
QUEEN Viktoria ist eine gewichtige Herrscherin und die Moral ihrer schweren Unterröcke schafft eine miefige Atmosphäre, die zum Ersticken ist.
Und doch ist Oscar Wilde der gehätschelte Liebling dieser Zeit. KING Oscar, Regent der spitzen Provokationen gegen alles Etablierte, sich selbst zum Maßstab an die Spitze des Etablierten setzend, verheirateter Familienvater, der Artist der gehobenen Salons, der Formvollendete! Er ist aber auch der promiske Schwule auf gierigen Streifzügen im Strichermilieu, der Streuner im schmuddeligen Abseits, der mit Flecken auf den Samthosen nach Hause kehrt.
DOPPELEXISTENZEN BIETEN SPRENGSTOFF.
Komödie schreiben, Komödie spielen. Nichts dem Ernst überlassen. Den Gesellschaftsclown geben, der immer den letzten Schrei kreiert und alle kreischen mit.
Mit BUNBURY hat Wilde die Präzision seines Witzes auf die Spitze getrieben. Und enthüllender hat Wilde sich nie verhüllt als in diesem letzten Theaterstück.
Am 14. Februar 1895 war Premiere. Es wurde viel gelacht!
Am 25. Mai wurde er wegen Homosexualität und Sodomie verurteilt. Es wurde viel gelacht!! über seine Antworten, die er im Verhör wie eine seiner Bühnenfiguren parat hatte.
Die Urteilsverkündung: zwei Jahre Zuchthaus mit schwerer Zwangsarbeit. Redeverbot. Verbot aller Schriften. Absetzung aller Stücke.
Die Protokolle der Prozessakten sind mit Wildes BUNBURY verschnitten. Glänzende Oberfläche und grotesker Abgrund kreuzen sich zu einer trivialen Tragödie für ernsthafte Leute.
DIE WÜRDE DES MENSCHEN IST ANTASTBAR.
Repertoire
Regie, Textfassung, Bühne
Michael Weber
Kostüme
Paula Kern
Lichtdesign
Simon Möllendorf
Regieassistenz
Elli Wolf
Mit
Reinhold Behling, Moritz Bock, Jakob Gail, Muawia Harb, Birgit Heuser, Anna Staab